Spenden – Absetzbarkeit und soziale Verantwortung

Neben diversen wirtschaftlichen Aspekten denen Unternehmen gerecht werden müssen, kann man bei steigender Unternehmensgröße durchaus von einer sozialen Verantwortung sprechen, die ein Unternehmen, sowie dessen Führungsetage, trägt. Soziale Verantwortung ist in diesem Zusammenhang ein dehnbarer Begriff. So kann die Schaffung oder der Erhalt von Arbeitsplätzen durchaus ein Teil von sozialer Verantwortung sein. Neben der internen Verantwortung, beispielsweise Mitarbeitern, Kunden oder Lieferanten gegenüber, spielt jedoch auch die externe Verantwortung eine Rolle bei der ganzheitlichen Betrachtung des Begriffes. Ein ganz wesentlicher Punkt, welcher für viele gemeinnützige Organisationen elementar ist, stellt in diesem Zusammenhang die klassische Spende dar.

Spenden können sowohl von Privatpersonen als auch von Unternehmen getätigt werden. Dabei ist eine Absetzbarkeit unter bestimmten Voraussetzungen für beide Gruppen möglich. Zunächst muss eine Aufwendung eines Unternehmens einige Voraussetzungen erfüllen, um vom Einkommenssteuergesetz nach § 10b als Spende anerkannt zu werden. Eine Spende muss in diesem Sinne der Förderung gemeinnütziger, mildtätiger oder kirchlicher Zwecke dienen (gem. § 52 bis 54 der Abgabenordnung). Weiter muss sie freiwillig bzw. uneigennützig erbracht oder aufgrund einer freiwillig eingegangenen Verpflichtung geleistet werden. Darüber hinaus darf eine Spende kein Entgelt für eine Gegenleistung darstellen, in diesem Punkt unterscheidet sich eine Spende vom klassischen Sponsoring. Zuletzt darf eine Spende nicht in einem wirtschaftlichen Zusammenhang mit den Leistungen des Spenden-Empfängers stehen.

Als Höchstbeiträge sind gem. § 10b EStG maximal 20 Prozent des Gesamtbetrages der Einkünfte oder vier Promille der Summe der gesamten Umsätze und der im Kalenderjahr aufgewendeten Löhne und Gehälter absetzbar.

Bei der Absetzung von Spenden wird zwischen Kapital- und Personengesellschaften unterschieden. So kann eine Kapitalgesellschaft Spenden unter bestimmten Voraussetzungen als Betriebsausgabe ansetzen. Gesellschafter einer Personengesellschaft und Selbstständige können eine Spende einzig in der Einkommenssteuererklärung geltend machen. Wenn die Spende aus den Mitteln des Betriebes stammen, sind sie darüber hinaus in der Gewerbesteuererklärung ansetzbar.

Wichtig für die generelle Absetzbarkeit von Spenden ist eine Bestätigung des Spendennehmers in Form einer amtlichen Spendenquittung bzw. Spendenbescheinigung. Zur Vereinfachung ist für Werte unter 200 EUR in der Regel eine Bareinzahlungsquittung der Bank oder ein Kontoauszug ausreichend, doch auch hier ist ein Beleg des Spendenempfängers über den steuerbegünstigten Zweck nötig. Die Nachweise müssen dem Finanzamt auf Nachfrage geliefert werden und sollten somit mindestens ein Jahr nach Bekanntgabe des Steuerbescheides aufbewahrt werden.

Zuletzt stellt sich die Frage, inwiefern Sachspenden von der Steuer abgesetzt werden können. Für die Geltendmachung bedarf es ebenfalls eine Spendenquittung. Diese muss neben den genauen Angaben zum Gegenstand auch das Alter, den Zustand und den Wert der Spende enthalten. An dieser Stelle ist zu erwähnen, dass Sachspenden aus dem Betriebsvermögen in der Regel umsatzsteuerpflichtig sind. Die Umsatzsteuer wird anhand des Wiederbeschaffungswertes nach § 10 Abs. 4 UStG berechnet, nicht anhand des Buchwertes. Die zu entrichtende Umsatzsteuer kann somit beispielsweise bei Gütern mit einem Restbuchwert von einem Euro den Wert der Spende deutlich überschreiten. Die Umsatzsteuer kann dabei einzig als Sonderausgabe abgesetzt werden, auch sie muss auf der Spendenquittung ausgewiesen werden.

 

Finanzierungsvolumen 2019

eingeholte
Zuschüsse

0 €

eingeholte Zuschüsse Icon
aktuell in Bearbeitung

1.003.800 €

Vorjahr

212.000 €

vermitteltes
Finanzierungsvolumen

0 €

vermitteltes Volumen Icon
aktuell in Bearbeitung

7.870.000 €

Vorjahr

8.397.000 €

vermitteltes
Investorenkapital

60.000 €

vermitteltes Investorenkapital Icon
durchschnittlicher Zins

6,3 %

Vorjahr

926.500 €