Typische Fehler bei Start-Ups

In der Vorstellung kann Vieles so einfach sein, beispielsweise auch die Gründung eines Unternehmens. So hört man immer wieder von Erfolgsgeschichten in der Gründerszene.

Aber ist Gründen wirklich so einfach? – Hier ein ganz klares „Nein“. Die Erfolgsgeschichten, die gerne und viel geteilt und verbreitet werden, verfälschen das Bild, denn die Realität sieht oft anders aus. Laut Statistiken scheitern ca. 80 % der Startups innerhalb von drei Jahren und nur eins von zehn Startups wird nennenswert erfolgreich.

Das Scheitern der Startups ist in der Regel mit viel mehr Faktoren verbunden, als man am Anfang glauben mag.

Aber welche Fehler gehören zu den typischen Fehlern bei einem Startup?

 

Die Idee für dich behalten

Auch, wenn irgendwo die Angst verankert ist, dass jemand deine Idee stehlen möchte, ist dies doch eher unwahrscheinlich. Viel wichtiger ist es, vor allem Freunden und Familie von der Idee zu erzählen und sich andere Meinungen oder Denkweisen einzuholen. Auch wenn man von der Idee überzeugt ist, kann ein objektives und konstruktives Feedback helfen, Risiken oder falsche Einschätzungen rechtzeitig zu erkennen.

Ebenso wichtig ist es, um Rat zu bitten. Man kann keine Antwort auf alle Fragen oder die perfekte Lösung für alle Problem haben. Insbesondere erfahrene Gründer haben hier allerhand Ratschläge parat.

 

Das falsche Team

Bei der Einstellung neuer Mitarbeiter oder der Suche nach Mitgründern sollte beachtet werden, hier nicht nach persönlichen Interessen zu entscheiden und beispielsweise enge Freunde nur einzustellen, weil diese gerade Zeit haben. Unpassende oder unmotivierte Mitarbeiter können das Startup schnell gefährden, daher ist es umso wichtiger, mit Menschen zusammenzuarbeiten, die hinter der Idee stehen und das Team voranbringen möchten, um das größte Potential aus dem Team und dem Unternehmen rauszuholen. Wichtig ist hier ebenfalls, nicht alles allein machen zu wollen und Aufgaben abzugeben.

 

Kein richtiges Konzept

Nur weil man eine Geschäftsidee hat, ist noch lange kein Geschäftsmodell vorhanden. Man sollte sich also rechtzeitig Gedanken machen, für wen das Produkt interessant ist, was es kosten soll, wo und wie es hergestellt werden oder wo das Unternehmen seinen Standort haben soll. Hier ist ein Businessplan sehr hilfreich. Dieser sollte neben einer detaillierten Marktanalyse auch eine Rentabilitäts- und Liquiditätsrechnung für die kommenden drei Jahre beinhalten. Die Marktanalyse hilft dabei, den Markt, die Konkurrenz und den geplanten Standort genauer zu untersuchen, sodass die Umsatzzahlen nicht geschätzt werden müssen, sondern hergeleitet werden können. Darüber hinaus ist eine Aufstellung der Investitionskosten unumgänglich, um hier einen Überblick zu behalten. Im Gegenzug dazu steht der Finanzierungsvorschlag, also wie die Investitionen finanziert werden.

Im Kostenblock sollte vor allem beachtet werden, dass Kosten zur Produktentwicklung anfallen, hinzu kommen Marketingkosten, Raummieten, Materialeinkauf und ggf. Personalkosten. Hierbei sollte man bedenken, dass die Einnahmen zu Beginn der Gründung gegen null laufen und folglich eine realistische Perspektive, im Idealfall unter Berücksichtigung eines Break-Even Points, dargestellt werden sollte.

Im Nachgang zu den Kosten sollte die Kapitaldienstfähigkeit deutlich gemacht werden. Diese sagt aus, ob der geplante Jahresüberschuss zuzüglich der Abschreibungen sowie abzüglich Tilgungen und (bei Personengesellschaften) Entnahmen für die Deckung aller zahlungswirksamen Vorgänge ausreichen wird.

Die unterjährig zu erstellende Liquiditätsplanung, die auf diesen Zahlen aufbaut, dient gleichzeitig zur Ermittlung von zusätzlich benötigtem Kapital (Betriebsmittel), dass beispielsweise zur Deckung von Anlaufverlusten benötigt wird, um liquide zu bleiben.

 

Kein oder zu wenig Marketing

Ein wichtiger Punkt im Konzept ist die Marketing-Strategie. Insbesondere Videos gewinnen in der heutigen Zeit immer mehr an Bedeutung, sei es auf Instagram, Facebook oder auf anderen sozialen Plattformen. Natürlich ist man als Gründer selbst überzeugt von seinem Produkt, diese Überzeugung muss aber auch bei potentiellen Käufern ankommen und diese selbst überzeugen. Hier ist eine passende Marketing-Strategie in der Regel unumgänglich. Man sollte seine Zeit also nicht nur in das Produkt stecken, sondern sich auch Gedanken machen, wie man das Produkt am besten vermarkten kann. Wer ist meine Zielgruppe? Durch welche Kanäle erreiche ich meine Zielgruppe? Hier kann eine Marketing-Firma helfen, den passenden Weg zu finden.

 

Nur noch für die Arbeit leben

Bei einer Gründung steht der Gründer selbst im Mittelpunkt. Umso wichtiger ist es daher, dass dieser einen klaren Kopf hat. Er trifft Entscheidungen und ist Ansprechpartner für Mitarbeiter und Kunden. Diese Konstante im Unternehmen darf nicht wegbrechen. Lange Arbeitszeiten und kurze Auszeiten sind manchmal möglich, allerdings wirkt sich dies langfristig schlecht auf Geist und Gesundheit und das soziale Umfeld aus. Wichtig ist also, dass man sich Auszeiten nimmt, damit sich der Körper wieder regenerieren kann.

 

Fazit

Die oben aufgeführten Fehler sind natürlich keine Komplettliste an Fehlern, die zum Scheitern führen können, allerdings geben diese einen guten ersten Einblick, worauf Gründer achten sollten. Ein Unternehmen zu gründen ist spannend, kostet aber viel Zeit, Geld und Energie. Umso wichtiger ist es daher, dass der Gründer einen klaren Kopf behält und mit einer Strategie fährt, die umsetzbar und machbar ist. Es ist kein Versagen, in der Gründungsphase um Hilfe oder einen Rat zu bitten. Baue dir also ein Netzwerk auf, auf das du zurückgreifen kannst, wenn Unterstützung notwendig ist.

 

Quellen:

https://blog.mynd.com/de/start-up-fehler-vermeiden

https://www.consultingheads.com/blog/post-consulting/start-up-failures/

https://www.gruenderszene.de/business/4-fehler-beim-gruenden-wie-man-sie-vermeidet-ciee-2018-10835

https://www.basicthinking.de/blog/2017/08/24/gruender-fehler/

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