Was sind FinTechs und welche Bedeutung haben diese im Bankensektor? - Teil I

Was sind FinTechs?

In der Bankenbranche, aber auch bei beratenden Unternehmen, taucht der Begriff FinTech in den letzten Monaten und Jahren immer öfter auf. Aber was genau sind FinTechs? Hierbei handelt es sich um eine Zusammensetzung der Begriffe „financial services“ und „technology“. FinTechs sind moderne und neue Anwendungssysteme im Bereich der Finanzdienstleistungen. [1] Der Begriff wird häufig in Verbindung mit Start Up‘s in Verbindung gebracht, FinTech-Unternehmen sind hier in verschiedenen Branchen tätig, in der Regel jedoch in den Bereichen der Bezahlsysteme und
Finanzierung. [2]

In der Vergangenheit hatten Banken für gewöhnlich die Rolle inne, die komplette Wertschöpfungskette (Zahlungen, Vermögensverwaltung oder Finanzierung) abzudecken. Dies gilt insbesondere für die Universalbanken, denn diese begleiten fast alle typischen Bankgeschäfte. Vorteil ist vor allem, dass die Kunden aus einer Hand versorgt werden können.

Seit Anfang der 90er-Jahre, aber hauptsächlich in den letzten zehn Jahren, hat sich dieses System jedoch grundlegend verändert. Da, wo es früher eine Bank gab, gibt es heutzutage hunderte von FinTechs. Diese Entwicklung hängt vor allem mit drei Faktoren zusammen, zum einen der Globalisierung der Finanzwirtschaft und der damit verbundene Wettbewerb der Banken. Zusätzlich kommen regelmäßig neue Technologien auf den Markt, hier spielt auch E-Commerce eine Rolle. Zuletzt haben sich die Bedürfnisse der Kunden in letzten Jahren schlichtweg verändert.

Neue Spezialisten bildeten sich und die FinTechs entbündelten langsam die einzelnen Bankfunktionen. So gründeten sich allein im Bereich der Zahlungen in den letzten zehn Jahren 645 neue FinTechs. Kunden ist es somit heutzutage möglich, verschiedene Dienstleistungen mit verschiedenen FinTechs in Anspruch zu nehmen, man ist nicht mehr an eine einzige Bank gebunden. [3]

Erfolg der FinTechs

Aber woher genau kommt dieser rapide Erfolg? Die Nutzung von FinTechs bietet eine große Bandbreite an Vorteilen. Ein Vorteil ist die Omni-Präsenz, durch das einfache Herunterladen einer App auf das Smartphone ist diese 24 Stunden für sieben Tage die Woche erreichbar. Außerdem steht der Kunde im Mittelpunkt und die Unternehmensaktivitäten sind speziell auf diesen ausgerichtet. Zudem ist das Geschäftsmodell der FinTechs schnell und agil. Wenn sich ein Kundenbedürfnis ändert, kann hierauf schnell eingegangen werden.

Der Erfolg der FinTechs wird sich nicht nur theoretisch in der Zukunft abspielen, die Erfolge der Nutzung von FinTechs zeigen sich bereits jetzt. Teilt man den Erfolg der FinTechs auf verschiedene Geschäftsbereiche auf, machen FinTechs bereits jetzt 25 % des Marktbereichs Retail Payment aus. [4]

Nimmt man hier das Beispiel von iwoca (eines der führenden FinTech Unternehmen in Europa [5]), zeigt sich, dass im Vereinigten Königreich bereits jede 10. Kontokorrentlinie von iwoca genehmigt wird. Im Vergleich dazu genehmigt die HBSC derzeit 11 % und die Santander 9 % aller Kontokorrentkredite. Bei einer Finanzierung durch FinTechs handelt es sich also keinesfalls um ein Nischenprodukt, sondern wird in der Realität oft angewendet.

Quelle: Webinar von iwoca: FinTechs und ihre Bedeutung im Bankensektor (03.07.2018)


[3] Venture Scanner data, Deloitte Center for Financial Services analysis

[5] https://www.iwoca.de/ueber_uns/ (letzter Zugriff: 18.07.2018)

 

 

Finanzierungsvolumen 2019

eingeholte
Zuschüsse

299.200 €

eingeholte Zuschüsse Icon
aktuell in Bearbeitung

1.003.800 €

Vorjahr

212.000 €

vermitteltes
Finanzierungsvolumen

1.047.000 €

vermitteltes Volumen Icon
aktuell in Bearbeitung

11.195.000 €

Vorjahr

8.397.000 €

vermitteltes
Investorenkapital

897.475 €

vermitteltes Investorenkapital Icon
durchschnittlicher Zins

9,0 %

Vorjahr

926.500 €

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