Wie führe ich mein Unternehmen zukunftsorientiert?

Schon jetzt spüren wir in Deutschland den Fachkräftemangel, nicht nur in handwerklichen Berufen, sondern auch im Ingenieurwesen oder im Maschinenbau. Allerdings ist dies erst die Spitze des Eisbergs.

Doch wie erklärt sich dieser enorme, immer weiter steigende Mangel an qualifizierten Arbeitskräften?

Die Ironie dahinter ist einfach erklärt. So kontrovers es auch klingt, viele Inhaber von kleinen und mittelständischen Betrieben gefährden die langfristige Perspektive ihres Unternehmens eigenverschuldet, in dem die Nachfolgeregelung des Unternehmens ungeklärt bleibt. Dies hängt mit verschiedenen Faktoren zusammen. Einerseits wird sich nicht rechtzeitig um einen geeigneten Nachfolger bemüht. Auf der anderen Seite stehen wenig Öffentlichkeitsarbeit, eine geringe Motivation der Mitarbeiter, aber auch das Befassen mit Innovationen und technologischen Neuheiten.

Insbesondere im Hinblick auf Technologien werden diese meist nicht oder sehr spät angenommen. Man nehme das Beispiel im Handwerk. Ganz nach dem Motto: Was 50 Jahre gut war, kann jetzt nicht schlecht sein. Schlecht mit Sicherheit nicht, aber viele Methoden, die damals sehr gut funktioniert haben, sind heutzutage überholt und alt, einfach durch die Vielzahl an technologischen Entwicklungen.

Aber wie führe ich mein Unternehmen zukunftsorientiert?

Es gibt mit Sicherheit viele verschiedene Methoden, hier hat Frau Katrin Fay, Assistentin der Geschäftsführung bei der Gemeinhardt Gerüstbau und Service GmbH einige Tipps parat.

In jedem ist Fall wichtig, sich rechtzeitig über die Nachfolge Gedanken zu machen. Rechtzeitig bedeutet in diesem Fall 10 – 15 Jahre vor dem geplanten Altersruhestand, also ab dem 45. Lebensjahr. Wenn man bereits früh einen passenden Nachfolger gefunden hat, arbeitet man nicht mit dem Gedanken im Hintergrund, dass das Unternehmen bald keinen Geschäftsführer mehr hat und es lässt sich entspannter arbeiten. Wichtig hierbei ist jedoch, die eigenen Kinder nicht zu sehr in Betracht zu ziehen, diese möchten unter Umständen kein Unternehmer werden. Es sollte sich vor allem die Frage gestellt werden, wie derzeitige Mitarbeiter zur Nachfolge stehen. Diese kann man Schritt für Schritt auf eine Nachfolge vorbereiten.

Betrachtet man hier die Studie „Generationswechsel im Mittelstand“ der KfW genauer, so erkennt man, dass bei den kurzfristigen Ablösungen in den meisten Fällen bereits Nachfolger gefunden wurden, je weiter man jedoch in die Zukunft geht, desto mehr nehmen die bereits gefundenen Nachfolger ab.

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Man sollte zudem immer daran denken: Vor der Aufgabe einen Nachfolger zu finden, steht man als Unternehmer nicht allein. Hier gibt es Hilfe, beispielsweise Nachfolgeberatungen.

Darüber hinaus gibt es, insbesondere im technologischen Bereich, immer neue Ideen, die unter Umständen viel Arbeit und Zeit ersparen. Ein Teil des Jahresgewinns sollte also in jedem Fall für Investitionen in neue Technologien genutzt werden

Ein weiterer guter Weg ist immer die Öffentlichkeit. Sei es auf der Suche nach einem Nachfolger oder nach weiteren Fachkräften, hier macht man immer auf sich aufmerksam.

Mit Sicherheit gibt es noch unzählige Punkte und Feinheiten mehr, die man bei einer Unternehmensnachfolge oder auch bei der zukunftsorientierten Führung eines Unternehmens beachten muss, aber diese Punkte verschaffen einen ersten guten Überblick darüber, was man alles rechtzeitig bedenken muss.

 

Quelle: https://walter-stuber.de/2018-08/quo-vadis-handwerk-deutschland

Herausgeber: Herr Walter Stuber, Mit-Gesellschafter und Mit-Geschäftsführer der Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH

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